Soziale Absicherung des Wohnens

Einführung ins Thema
Bericht des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung
 
Inhalt:
 
Auch für einkommensschwache Personen und Haushalte müssen angemessene Wohnungen gewährleistet sein. Dafür steht die soziale Wohnraumversorgung und -förderung. Insgesamt erhält mehr als jeder zehnte Haushalt hierzulande und sogar jeder fünfte Mieterhaushalt direkte Unterstützung bei seinen Wohnkosten. Hinzu kommt die (indirekte) soziale Wohnraumförderung durch die Länder. Wie genau die soziale Absicherung des Wohnens geregelt ist, welche Menschen sie betrifft, was sie leistet und kostet, darüber berichtet dieses Heft. Es fragt auch nach Umsetzungsproblemen und Korrekturbedarf bei den entsprechenden Regelungen sowie nach ihren stadträumlichen Auswirkungen.
Aufgrund der Wirkungsverflechtungen und der weitreichenden Folgen, die die Neu­ordnung der wohnungsbezogenen sozialen Sicherungssysteme für die betroffenen Emp­fängerhaushalte, aber auch die öffentlichen Haushalte, die Wohnungswirtschaft und die Stadtentwicklung hat, wird die Thematik sehr kontrovers diskutiert und es werden in der (Fach-)Öffentlichkeit unterschiedlichste Perspektiven und Meinungen erkennbar. Dem wird in diesem Heft Rechnung getragen, indem die soziale Absicherung des Woh­nens mit ihren wohnungspolitischen Instru­menten aus verschiedenen Blickrichtungen wissenschaftlich beleuchtet wird.
Zum einen werden die Instrumente der sozialen Absi­cherung mit ihrer aktuellen Ausgestaltung vorgestellt und diskutiert. Zum anderen wird die Perspektive der Kommunen und der Betroffenen betrachtet. Dabei finden sowohl Querbezüge zur sozialen Stabilität der Städte und Wohnquartiere Berücksichti­gung als auch aktuelle Diskussionen um die Wirksamkeit und künftige Entwicklung der wohnungspolitischen Instrumente.
Aus den Beiträgen dieses Hefts wird deutlich, dass verschiedene Standpunkte und Argumen­tationslinien existieren, die im Kontext der sozialen Absicherung des Wohnens verfolgt werden. Damit möchte das Heft einen Bei­trag zur Intensivierung der Diskussion lei­sten und Anregung für künftige Forschungen vermitteln.
 
 
Gliederung:
 
Einführung
1.Wenn das Einkommen nicht zum Wohnen reicht - und wie der Staat hilft. Instrumente, Empfänger und Leistungen zur sozialen Absicherung des Wohnens
2.Neue Ansätze für kommunale Konzepte zur Wohnraumversorgung von Haushalten mit niedrigen Einkommen
3.Das Wohngeld als Instrument zur sozialen Absicherung des Wohnens
4.Aktuelle kommunale Verfahren zur Regelung der Angemessenheitsgrenzen der Kosten der Unterkunft
5.Kosten der Unterkunft als Segregationsmotor. Befunde aus Berlin und Oldenburg
6.Mindestsicherung und die Auswirkungen auf das Wohnen unterstützungsbedürftiger Haushalte
 
Der Bericht kann hier heruntergeladen werden.

Materialien