Studentisches Wohnen

Einführung ins Thema

Studierende unterscheiden sich in ihren Wohnansprüchen deutlich von anderen Personengruppen. Die meisten Studierenden benötigen eine preisgünstige und kleine Wohnung in zentraler Lage. Dabei variieren ihre Wohnwünsche je nach verfügbarem Einkommen, Alter, Studiendauer und Wohnort. Von den steigenden Mieten in vielen deutschen Großstädten und der zunehmenden Schwierigkeit, bezahlbaren Wohnraum zu finden, sind Studierende besonders betroffen.

In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der Studierenden in Deutschland um fast ein Viertel angestiegen (+23%). Gründe hierfür sind die doppelten Abiturjahrgänge, die gestiegene Abiturientenquote, der Wegfall der Wehrpflicht sowie ein genereller Anstieg der Studienneigung, ebenso wie die anhaltende Ausdifferenzierung der Studienangebote. Trotz aktuell steigender Studierendenzahlen ist in den nächsten zehn Jahren insgesamt mit einem Rückgang zu rechnen, wenn die geburtenschwachen Jahrgänge der 1990er Jahre Abitur machen und an die Universitäten kommen.

Die aktuelle Erhöhung der Studierendenzahlen geht nicht spurlos an den Wohnungsmärkten der örtlichen Hochschulstandorte vorüber. Sie macht sich insbesondere dort, wo günstiger Wohnraum knapp ist, bemerkbar.

Durchschnittlich geben Studierende 298 Euro pro Monat für Miete und Nebenkosten aus. Mit steigender Tendenz, denn die Mieten an vielen Hochschulstandorten steigen. Die monatliche Belastung durch Ausgaben für das Wohnen liegt bei Studierenden jetzt schon bei durchschnittlich 34 Prozent.