Haushaltegenerierung (Zensus 2011)

Informationen zur Haushaltegenerierung auf Basis der Zensusdaten 2011

Im Rahmen des Zensus 2011 wurde die Zahl der Haushalte nicht über eine Vollerhebung ermittelt. Stattdessen fand eine stichprobenartige Befragung von etwa 10 Prozent der Bevölkerung statt. Die Ergebnisse wurden anschließend auf die Gemeindeebene hochgerechnet.

Die so gewonnenen Daten bilden die Basis der Haushaltegenerierung, deren Verfahren auf der Website des Statistischen Bundesamtes ausführlich erklärt wird. Sie ist das Ergebnis der Verschneidung mehrerer statistischer Merkmale. Zum Abgleich der Stichprobenbefragung wurden die Zahlen aus der als Vollerhebung durchgeführten Gebäude- und Wohnungszählung verwendet. Die Angaben wurden schließlich mit Hilfe der in Melderegistern enthaltenen Daten bereinigt.

Die Haushaltszahlen können mit weiteren Zensusergebnissen verschnitten werden. Die Zensusdatenbank bietet die Möglichkeit, unterschiedliche Merkmale gemeinsam auszuwerten und so z.B. zu ermitteln, wie viele Haushalte in Mietwohnungen leben oder in wie vielen mindestens eine Person 65 Jahre oder älter ist.

Im Unterschied zum Mikrozensus, der einen Haushalt als Wirtschaftseinheit definiert, stellen die Zahlen aus der Haushaltegenerierung die Wohnhaushalte dar. Laut Mikrozensus besteht beispielsweise eine Wohngemeinschaft aus mehreren, da nicht gemeinsam wirtschaftenden Haushalten. Laut Haushaltegenerierung bilden die Mitglieder einer Wohngemeinschaften hingegen einen gemeinsamen Wohnhaushalt.

Zu beachten ist bei der Arbeit mit den generierten Haushaltszahlen, dass sie – im Gegensatz zu den Einwohnerzahlen – auch die Nebenwohnsitzhaushalte enthalten. Die Zahl der bewohnten Wohnungen weicht daher unter Umständen von der Zahl der Haushalte ab. Ebenso lässt sich die Zahl der Einwohner nicht über die Angaben zu Haushaltszahl und Haushaltsgröße konstruieren.


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