Wohnungsmarktstudie Hagen 2016

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Da der letzte kommunale Wohnungsmarktbericht aus dem Jahr 2010 stammt, haben die Stadt Hagen und die kommunale Wohnungsgesellschaft ha.ge.we im Jahr 2016 eine umfassende Wohnungsmarktstudie in Auftrag gegeben. Auftragnehmer war das Institut für Raumforschung und Immobilienwirtschaft (IRI) aus Dortmund.

Die Studie analysiert den Hagener Wohnungsmarkt unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen und bevölkerungsstrukturellen Veränderungen ausführlich und entwickelt daraus Handlungsempfehlungen zur Optimierung der Wohnungsmarktlage, des Strukturwandels und des Images der Stadt. Bemerkenswert sind u.a. die kleinräumigen Analysen und Empfehlungen für einzelne Quartiere und Quartierstypen.

Ergebnisse

In der Wohnungsmarktstudie wird die sich seit Jahren im Abwärtstrend befindliche Konjunktur- und Einwohnerzahlentendenz festgestellt und weiterhin prognostiziert. Im regionalen Vergleich zeichnet sich Hagen durch ein hohes Durchschnittsalter aus. Die Abwanderung und Schließung ehemals großer Hagener Firmen führte zu weiteren Arbeitsplatzverlusten und daraus resultierenden Kaufkraftverlusten bei den Einwohnern. Trotz eines nicht uninteressanten Pendleranteils sind bei fehlendem Entgegenwirken weitere Abwanderungen gerade im kaufkraftstärkeren Segment zu befürchten.

Nach letztem Stand übersteigt Hagen mit ca. 7% Leerstandsquote den Landesdurchschnitt von 3,7 % deutlich, auffällig ist eine ungleichmäßige Verteilung  innerhalb des Stadtgebietes, die unterschiedlichen Aspekten geschuldet ist. Die Mietpreissteigerungen liegen unter dem Landesdurchschnitt. Die unterschiedlichen Sozialstrukturen Hagens spiegeln sich stadtteilbezogen in den Mietpreisen und Wohnsituationen wider.

Trotz Veränderung der Haushaltsgrößen wird prognostisch zur Erreichung des NRW-Leerstandmittelwertes rein rechnerisch bis zum Jahr 2025 der Rückbau von jährlich ca. 350 Wohnungen und Neubau von 150 Wohnungen (zur Vermeidung weiterer Abwanderung) vorgeschlagen. 

Die Handlungsempfehlungen der Studie reichen von der allgemeinen Rück-und Neubaustrategie, einem lokalen Bündnis für Wohnen, der Attraktivierung des Wirtschafts- und Lebensstandortes (unter Nutzung und Ausbau vorhandener Ressourcen) bis in differenziertere stadtteilbezogene Einzelempfehlungen unter Berücksichtigung der festgestellten Sinus-Milieus.


Materialien

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