Studentisches Wohnen in Deutschland 2013

Einführung ins Thema

Kurzgutachten von RegioKontext im Auftrag des Bundesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V.

Inhalt:

Für Studierende hat sich die Wohnsituation in den letzten Jahren verschärft, da die Studierendenzahlen zuletzt deutlich angestiegen sind. Neben der Tatsache, dass über die Jahre die Abiturientenquoten zugenommen haben, sind die gestiegenen Studierendenzahlen aktuell vor allem auch auf doppelte Abitur-Jahrgänge (durch die Verkürzung der gymnasialen Schulausbildung auf acht Jahre in zahlreichen Bundesländern) zurückzuführen sowie auf die Aussetzung der Wehrpflicht im Jahr 2011. 

In diesem Kurzgutachten werden zum einen die allgemeinen Entwicklungstrends bezüglich der Studierendenzahlen dargestellt (ex post sowie auch die zu erwartende weitere Entwicklung). Zum anderen wird auch die regional differenzierte Situation in Form von Karten dargestellt: Denn aufgrund unterschiedlicher Studierendenzahlen und unterschiedlich angespannter Wohnungsmarktsituation ist die Lage an den einzelnen Uni-Städten nicht einheitlich. Zentrales Ergebnis ist daher ein „Brennpunktatlas“, in dem die Hochschulorte mit den größten Handlungsbedarfen in Hinblick auf die Wohnungssituation für Studierende dargestellt werden. Dabei ist anzumerken, dass in diesem Rahmen zunächst nur ein allgemeinerer Überblick über die regional unterschiedliche Wohnungsversorgungslage an den verschiedenen Hochschulstandorten gegeben werden kann. Im einzelnen stellt sich die Wohnsituation für Studierende differenzierter dar, weil die individuellen Wohnwünsche und Wohnmöglichkeiten je nach persönlicher Lage innerhalb einer größeren Bandbreite differieren.

Im Falle einer starken Marktanspannung, wie sie zur Zeit besonders in den Großstädten zu beobachten ist, wird es für Studierende, die in der Regel nur über ein begrenztes Budget verfügen, jedoch schwierig, eine angemessene Unterkunft zu finden. Diese Betrachtungsperspektive, ausgehend von den Faktoren wie der regionalen Wohnungsmarktlage, der Entwicklungsdynamik bei den Studierendenzahlen und auch dem bestehenden Angebot an Wohnheimplätzen, greift das vorliegende Kurzgutachten auf. Es differenziert die unterschiedlichen Wohnungsmarktsituationen, wie sie sich spezifisch für die Studierenden als Nachfrager darstellt und bietet als „Brennpunktatlas’“ Orientierung über regionale Handlungs- und Investitionsbedarfe an den Hochschulstandorten in Deutschland.

 

Gliederung:

  1. Kurzfassung: Ergebnisse im Überblick
  2. Einleitung und Problemaufriss
  3. Allgemeine Entwicklungstrends
  4. Regionale Verteilung und „Brennpunktatlas“
  5. Fazit
  6. BFW - Positionspapier zum Studentischen Wohnen in Deutschland