Statistiken zur Bautätigkeit und zum Gebäude- und Wohnungsbestand nach dem Zensus 2011

Änderungen der Statistik durch den Zensus

Die Gebäude- und Wohnungszählung 2011 führt auch bei den beiden Dauerstatistiken des IT.NRW zu Änderungen:

  • Die jährliche Fortschreibung des Gebäude- und Wohnungsbestands wird auf den Ergebnissen der GWZ neu aufgesetzt und bis zum Stichtag 31.12.2010 zurückgerechnet. Die Gemeindedaten für 2010-2013 auf Basis der endgültigen GWZ-Ergebnisse sollen im September 2014 erscheinen.
    Aufgrund der Abweichungen zwischen bisheriger Bestandsfortschreibung und GWZ entstehen dadurch in vielen Kommunen Datensprünge.
  • Die meisten Standardtabellen ändern sich nicht. Viele Merkmale aus der GWZ werden in der Bestandsstatistik nicht fortgeschrieben, z.B. das Baualter oder die detaillierten Angaben zur Zahl der Wohnungen (wie bisher wird nur nach "Gebäuden mit 1/2/3 und mehr Wohnungen" unterschieden).
  • Die GWZ-Fragebögen haben "Nicht-Wohngebäude" etwas anders definiert als die bisherige Bestandsfortschreibung, so dass es laut GWZ-Zählung deutlich mehr Wohnungen in Nicht-Wohngebäuden gibt.
    Daher wird es in der Bestandsstatistik einen Sprung bei der Zahl der "Wohnungen in Nicht-Wohngebäuden" geben. Fortgeschrieben wird übrigens nur die Zahl der der Wohnungen in Nichtwohngebäuden, nicht aber die der Nichtwohngebäude. Bei Wohngebäuden werden dagegen wie bisher sowohl Gebäude- als auch Wohnungszahl fortgeschrieben.  
  • Die GWZ hat nicht zwischen "Wohnungen" und "sonstigen Wohneinheiten" unterschieden. So wurden z.B. Appartements in Studentenwohnheimen, die keine eigene Küche oder kein eigenes Bad  haben, anders als zuvor in der GWZ nun auch als Wohnung eingestuft.
    Daher fällt diese Unterscheidung nun auch in der Bestandsfortschreibung und der Bautätigkeitsstatistik weg; die ehemaligen Wohneinheiten sind nun standardmäßig in der Gesamtzahl enthalten. Allerdings bleibt in beiden Statistiken das Gebäudemerkmal „Wohnheim“ erhalten, d.h. man kann statt bisher „Wohneinheiten in Wohnheimen“ nun „Wohnungen in Wohnheimen“ auswerten.
  • Zur Erläuterung: In beide Statistiken gehen Wohnheime nur dann ein, wenn in der Einrichtung das Wohnen im Vordergrund steht und die Bewohner einen eigenen Haushalt führen. Das ist z.B. meist bei Studenten- und Schwesternwohnheimen der Fall. Bei Alten- und Behindertenwohnheimen sind die Grenzen fließender. Sobald die Bewohner dort nicht mehr selbstständig sind, sondern die Pflege im Vordergrund steht, wird das Gebäude als Nichtwohngebäude eingestuft und die Plätze werden nicht als Wohnungen gerechnet (etwaige Dienstwohnungen für Pflegepersonal oder Hausmeister wären dann allerdings „Wohnungen in Nicht-Wohngebäuden“). Die Einteilung nimmt IT.NRW vor.

 

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